Die Feuerwehr

Die Wehrführer der Feuerwehr Weidenbach in chronologischer Reihenfolge:

 Wehrführer:  Stellvertreter:
 Peter Stolz  –
 Bernhard Simon  –
 Matthias Theis  –
 Matthias Weber  –
 Nikolaus Zwilling  –
 Nikolaus Meerfeld  Aloys Klein
 Johann Chaineux  Peter Krones
 Peter Krones  Oswald Röhl
 Oswald Röhl  Gustav Nägel
 Frank Stolz  Hans Schmitz
 Hans Schmitz  Rudolf Heber
 Alexander Thömmes  Anke Heber
 Daniel Schmitz  Anke Heber

Die Freiwillige Feuerwehr Weidenbach wurde im Jahr 1906 gegründet. Gründungsmitglieder waren damals Johann Zwilling und Peter Stolz, welcher auch erster Wehrführer in Weidenbach war. Während des Krieges wurde dann eine Frauenfeuerwehr gegründet. Hier war Bernhard Simon Wehrführer.

Zu den Fundstücken aus der Anfangszeit zählt ein altes Kassenbuch (1928 – 1965), welches bis heute noch im Besitz der Feuerwehr ist. Diesem ist zu entnehmen, dass auch schon damals die Feuerwehr mit Ihren zahlreichen Aktivitäten, Zusammenkünften und Übungen das Dorfleben positiv beeinflusste. Es wurden Tanzveranstaltungen mit Verkauf von Tanzkarten organisiert und regelmäßig die Kegelbahn besucht.

Am 15. Juni 1930 wurde eine Feuerwehrmusikkapelle gegründet. Die Musikinstrumente, die durch die Feuerwehr gekauft wurden, konnten die Musiker durch geringe Monatsbeiträge abbezahlen. Diese größeren Ausgaben wurden durch Feuerwehrfeste finanziert. So wurde beispielsweise bei einem Fest im Jahre 1928 bereits ein Reingewinn von 683 Mark erzielt, was für damalige Verhältnisse sicherlich viel Geld war.

Mitglieder der Feuerwehr beim Besuch des Bischofs 1937
(vlnr.: Bernhard Simon, Matthias Müller, Matthias Meier, Bernhard Schmitz)

Von 1951 – 1961 sind auch Einnahmen und Ausgaben für eine Theatergruppe, die auch durch die Feuerwehr unterhalten wurde, verzeichnet.


Löschgerät

Am Anfang wurden Ledereimer zur Brandbekämpfung eingesetzt. Auch bestand noch keine Wasserversorgung in der Ortschaft. Das Wasser musste von Brunnen und Brandweihern zur Einsatzstelle getragen werden.
Eine Handdruckspritze wird das erste Mal im Bleckhausener Gemeinderatsbeschlussbuch, Blatt 73 erwähnt.
Hier steht geschrieben:

„Actum Bleckhausen, den 26. Jan 1866
OV Michels, Zimmer Martin, Röhl Johann, Uller Matthias
Der ohnehin heute unter dem Vorsitz des Ortsvorstehers in der Zahl seiner zur Seite angeführten Mitglieder versammelte Gemeinderat, welchem der vom Mechaniker August Keller zu Prüm aufgestellte kosten Anschlag zur Beschaffung von zwei Feuerwehrspritzen für die Bürgermeisterei Weidenbach a 300 Taler wörtlich vorgelesen worden war, erklärte sich übereinstimmend damit einverstanden, daß die Feuerspritzen auf Kosten der Bürgermeisterei bestellt werden sollen, und verpflichtet sich die Gemeinde Bleckhausen zur Zahlung des ihr nach der Grund und Klassensteuer beizupflichtenden Betrages.“

Schauübung zum 60-jährigen Bestehen mit der alten Handdruckspritze von 1894 (vlnr.: Bernhard Roden, Josef Theis, Matthias Müller, Johann Zwilling).

So wurde 1894 eine Handdruckspritze der Firma „Hoenig“ für die Bürgermeisterei Weidenbach in Weidenbach stationiert. Später wurde die Spritze nach Deudesfeld weitergegeben. Da dieser Beschluss bereits 1866 erging, ist zu vermuten, dass auch bereits schon vor 1906 eine Feuerwehr in Weidenbach existierte.

In den Jahren um 2000 wurde die alte Spritze von den Feuerwehrmitgliedern wieder nach Weidenbach verbracht und restauriert. Heute steht die Handdruckspritze im Treppenhaus des Gemeindehauses in Weidenbach und kann dort bewundert werden.

In den 60er Jahren wurde ein Tragkraftspritzenanhänger mit einer Motorbetriebenen Pumpe (TS 6) in Dienst gestellt. Diese Pumpe wurde dann 1988 gegen eine stärkere TS 8/8 ausgetauscht. 1995 schaffte die Feuerwehr dann in Eigenleistung ein gebrauchtes Tragkraftspritzenfahrzeug an, welches im Jahre 2003 durch ein Löschgruppenfahrzeug ersetzt wurde.

Die Werkzeuge und Löschwagen waren im Laufe der Zeit an vielen verschiedenen Standorten untergebracht. Unter anderem in der alten Schule (Anwesen Duckart), neben dem Anwesen Chaineux (Spritzenhaus mit Schlauchtrockenturm), in einer Garage im alten Kühlhaus bis zu dessen Verkauf. Danach stand das Fahrzeug über mehrere Jahre in verschiedenen Scheunen und Schuppen, bevor im Jahre 2002 das Gerätehaus im neuen Gemeindehaus bezogen wurde.


Einsätze

Feuerwehrübung am Stall und Scheune „Nospers“1952. An dieser Stelle steht heute das Bürgerhaus.

Einer der größten Einsätze war der Brand des Hotel Pappelhof am 15.01.1984, wo mehrere Einheiten aus den umliegenden Orten eingesetzt wurden. Die Brandbekämpfung zog sich über mehrere Tage hin. Außerdem waren der Brand eines Aussiedlerhofes, einer Lagerhalle der Spedition Meerfeld, Stall/Scheune Anwesen Meerfeld 1988 und mehrere Waldbrände zu verzeichnen.

Mittlerweile sind über die Hälfte der Einsätze technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen oder Sturmschäden. Durch die Verbreitung von Rauchmeldern und feuerhemmenden Baustoffen wurde die Gefahr von großen Schadensfeuern erheblich reduziert.

Feuerlöschübung für Weidenbacher 2007

Heute besteht die Feuerwehr aus 15 aktiven Mitgliedern, davon zwei Frauen. Seit 1999 besteht zusammen mit der Feuerwehr Wallenborn eine Jugendfeuerwehr mit zurzeit einem Kind aus Weidenbach. Aus der Jugendfeuerwehr sind seit ihrem Bestehen 8 Jugendliche aus Weidenbach in die „große“ Feuerwehr gewechselt.

 

 

Die Aktiven und die Altersabteilung der Feuerwehr Weidenbach zum 100-jährigen Jubiläum 2006.

Die Feuerwehr beteiligt sich neben den Hauptaufgaben (Brandschutz und Technische Hilfe) an fast allen dörflichen Aktivitäten, wie z.B. der Kirmes, dem Aufstellen des Maibaums und absichern des
St. Martins Zuges. Sie ist aus dem Dorfleben nicht wegzudenken.

Im Jahre 2013 wurde der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Weidenbach/ Hinterbüsch e.V. gegründet. Er unterstützt die Feuerwehr mit zusätzlicher Ausrüstung und richtet die Feste und Veranstaltungen aus. Größere Feste wurden zum 60-jährigen, 80-jährigen, 90-jährigen und zum 100-jährigen Bestehen gefeiert. Im Rahmen der 1000-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Weidenbach wurde das 110-jährige Bestehen gefeiert.


Fahrzeug

Der Feuerwehr Weidenbach steht seit Mai 2017 ein neues TSF zur Verfügung.
Zur Unterstützung unserer Stützpunktwehr Wallenborn bei Verkehrsunfällen wurde die Beladung darauf abgestimmt. Das Fahrzeug wurde von der Verbandsgemeinde Daun beschafft. Allerdings beteiligten sich die Ortsgemeinde Weidenbach und der Förderverein mit insgesamt 15.000€ an der Finanzierung.

Das neue Fahrzeug und die Tragkraftspritze bei der Einweihung 2018.

Jugendfeuerwehr

Im Juni 2018 entschieden die Vertreter der Feuerwehren Oberstadtfeld, Niederstadtfeld, Schutz, Wallenborn und Weidenbach die Jugendarbeit gemeinsam fortzuführen. So wurde die Jugendfeuerwehr Marschbach gegründet. Zurzeit sind 12 Jugendliche, davon drei aus Weidenbach aktiv in der Jugendfeuerwehr.

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Aktuelle Einsätze der Feuerwehr Daun

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